LUKAS NIEDERBERGER

Beruflicher Werdegang

1994-2007

Leiter Schweiz der Jesuit European Volunteers (JEV, freiwillige Sozialeinsätze in Europa)

 

1995-2008

Mitglied der Leitung vom Bildungszentrum Lassalle-Haus oberhalb Zug. Direktion von 2001-2007. Regelmässige Kurse im Bereich Exerzitien und Meditation sowie Leitung von Tagungen zu ethischen und sozial-politischen Themen.

 

1999-2009

Dozent für Spiritualität, Dialog, Ethik an der Höheren Fachschule für Sozialpädagogik, Luzern (HSL)

 

seit 1999

Mitgbegründer und Vorstandsmitglied von "Tischlein deck dich" (Lebensmittelhilfe für Armutsbetroffene)

 

2004-2008

Projektleiter der Stiftung Weltethos Schweiz

 

2004-2007

Religionslehrer am Kantonalen Gymnasium Menzingen, Zug

 

2005-2007

Beirat des JRS (Jesuit Refugee Service), Berlin

 

2005-2007

Konsultor der Ordensleitung der Schweizer Jesuiten

 

2007-2008

Interims-Leiter der Abteilung Asyl, Kanton Zug

 

2008-2013

Zentralredaktor beim Kantonalen Pfarreiblatt Luzern (60%)

 

2010-2013

Redaktor beim „aufbruch“, der unabhängigen Zeitschrift für Religion und Gesellschaft (40%)

 

Seit 2013

Geschäftsleiter der Schweizerischen Gemeinnützigen Gesellschaft (SGG) mit Sitz in Zürich.

Manchen sagt der Name dieser Organisation wenig. Darum eine Kürzest-Beschreibung:

1. Die SGG unterstützt seit ihrer Gründung im Jahr 1810 armutsbetroffene Personen und Familien. In Zeiten, wo Gemeinden ihre Sparmassnahmen just bei der Sozialhilfe ansetzen (wo man aber nur kürzt und nicht spart!), ist die ergänzende Unterstützung leider immer wichtiger.

2. Die SGG fördert das zivilgesellschaftliche und freiwillige Engagement und  setzt sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt ein. Hier besteht eine enge Korrelation zwischen den zwei Förderschwerpunkten. Wer sich mit der Gesellschaft identifizieren kann, ist bereit für ein Engagement. Und wer sich engagiert, trägt zum gesellschaftlichen Kitt bei. Seit 2007 gibt die SGG den Freiwilligen-Monitor Schweiz heraus, der den aktuellen Stand der Freiwilligenarbeit in der Schweiz aufzeigt sowie Trends aufzeigt.

3. Die SGG fördert die Werte der Verfassungspräambel mit dem neuen Nationalhymnentext «Weisses Kreuz auf rotem Grund». Dieses Projekt brachte mir anno 2014 noch 90% Feinde bis hin zu einer Morddrohung ein, inzwischen gehören 200 prominente Persönlichkeiten dem Unterstützungskomitee an und es gratulieren uns sogar SVP-Regierungsräte zu diesem Projekt, das die zentralen Werte unserer Gesellschaft bekannter machen soll. 

 

 

4. Die SGG schenkte 1860 der Eidgenossenschaft das Rütli, verwaltet es seither und organisiert dort jeweils am 1. August die Bundesfeier. Diese Aspekt meiner Arbeit ist den meisten bekannt. Leider verbinden viele die 1.August-Feier noch mit den rechtsextremen Störaktionen in den Nuller-Jahren. Seit 2011 lädt die SGG jeweils eine grosse Schweizer Organisation zum Mitfeiern ein. Es ist eine tolle Feier mit über 1500 Personen, innovativer Volksmuik und Möglichkeit zu spannenden Begegnungen.

Was mir besonders an der Arbeit gefällt, ist die Tatsache, dass die SGG von der Zivilgesellschaft, von der Wirtschaft und vom Staat als eine politisch, wirtschaftlich und religiös unabhängige Organisation betrachtet wird, die Organisationen der verschiedenen gesellschaftlichen Sektoren an einen Tisch bringen kann, um über Sektor-übergreifende Lösungen von gesellschaftlichen Herausforderungen nachzudenken.
Mehr darüber unter: www.sgg-ssup.ch